WIG- und MIG/MAG-Schweißen für die Industrie
Das WIG-Schweißen sowie die MIG/MAG-Verfahren werden in der modernen Industrie überall dort eingesetzt, wo die Beständigkeit der Verbindung, eine hohe Schweißnahtqualität und die Reproduzierbarkeit der Prozessparameter von entscheidender Bedeutung sind. Das angebotene Leistungsspektrum umfasst sowohl Einzelteile als auch die Serienfertigung von Komponenten für verschiedene Industriezweige.
Das Schweißen erfolgt gemäß den Anforderungen der Norm ISO 3834, was eine hochqualitative Organisation des Schweißprozesses, die Qualifikation des Personals und die Überwachung der technologischen Parameter bestätigt. Je nach Werkstoffart und Anwendung wird die jeweils geeignete WIG- oder MIG/MAG-Schweißtechnik ausgewählt.
WIG-Schweißen — Präzision und Prozesskontrolle
Das WIG-Schweißen gehört zu den präzisesten Verfahren in der Metallbearbeitung. Der Prozess basiert auf der Erzeugung eines Lichtbogens zwischen einer Wolframelektrode und dem zu schweißenden Werkstoff. Die Elektrode bleibt dabei nicht abschmelzend, und das Schweißbad entsteht durch die Energie des Lichtbogens.
Das WIG-Verfahren, auch bekannt als Wolfram-Inertgasschweißen, wird unter Schutz von Inertgasen wie Argon durchgeführt. Das Schutzgas schützt das Schweißbad vor dem Einfluss der Atmosphäre und verringert das Risiko von Verbindungsfehlern.
Das WIG-Schweißen bewährt sich besonders bei:
- Edelstahl,
- Aluminium und dessen Legierungen,
- Dünnblechen,
- Komponenten mit hohen Präzisionsanforderungen,
- druckbeanspruchten Bauteilen.
Beim WIG-Schweißen bleiben die Schweißparameter, die richtige Stromstärke und die Erfahrung des Schweißers von großer Bedeutung. Die Lichtbogenzündung erfolgt berührungslos oder über eine spezielle Hochfrequenzschaltung.
MIG/MAG-Technologie und hohe Prozesseffizienz
Die MIG- und MAG-Schweißprozesse gehören zu den am häufigsten angewandten Technologien in der industriellen Fertigung. Beim MIG-Schweißen werden Inertgase wie Argon verwendet, während das MAG-Verfahren ein aktives Schutzgas, meist Kohlendioxid oder dessen Mischungen, einsetzt.
Das MIG-Verfahren wird als Metal-Inert-Gas-Schweißen und das MAG-Verfahren als Metal-Active-Gas-Schweißen bezeichnet. In beiden Fällen erfolgt der Schweißprozess mit einer abschmelzenden Elektrode in Form eines Schweißdrahts, der kontinuierlich durch den Schweißbrenner zugeführt wird.
Das MIG/MAG-Schweißen ermöglicht:
- eine hohe Effizienz,
- eine hohe Schweißgeschwindigkeit,
- die Bearbeitung von materialstarken Werkstoffen,
- einen stabilen Prozess in der Serienfertigung,
- eine hohe Verbindungsqualität.
Beim MIG-Schweißprozess sind die Gasdurchflussrate, die Schweißgeschwindigkeit und die richtige Auswahl des Zusatzwerkstoffs von großer Bedeutung.
Auswahl der Technologie je nach Werkstoffart
Je nach Art der Werkstoffe und den Projektanforderungen werden verschiedene Schweißtechniken eingesetzt. Das WIG-Schweißen wird vor allem für Werkstoffe verwendet, die eine hohe Präzision und Ästhetik der Schweißnaht erfordern. Das MIG/MAG-Verfahren hingegen bewährt sich dort, wo Effizienz und die Ausführung langer Schweißnähte in kurzer Zeit gefragt sind.
Der Schweißprozess umfasst unter anderem:
- die Auswahl der Stromquelle,
- die Einstellung des Inertgasdurchflusses,
- die Wahl des Elektrodentyps,
- die Steuerung der Lichtbogenparameter,
- die Anpassung des Zusatzwerkstoffs,
- den Anschluss der Masseklemme.
Beim Aluminiumschweißen wird häufig der WIG-AC-Modus (Wechselstrom) eingesetzt. Für Kohlenstoffstahl und niedriglegierte Stähle wird meist Gleichstrom verwendet.
Schweißen von Industrie- und Druckbehälterkomponenten
Das WIG- und MIG/MAG-Schweißen findet breite Anwendung bei der Herstellung von Industriekonstruktionen, druckbeanspruchten Elementen sowie Komponenten für die Energietechnik und den Schwermaschinenbau.
Realisiert werden unter anderem:
- Prozessrohrleitungen,
- Behälter,
- Tragkonstruktionen,
- Gerätegehäuse,
- Wärmetauscherelemente,
- Teile für die Rüstungsindustrie.
Beim Schweißen sicherheitsrelevanter Bauteile sind qualitativ hochwertige Schweißnähte und eine lückenlose Qualitätskontrolle von wesentlicher Bedeutung. Fachgerecht ausgeführte Verbindungen haben direkten Einfluss auf die Sicherheit und Langlebigkeit der gesamten Konstruktion.
Schweißprozess und Parameterüberwachung
Jeder Schweißprozess erfordert eine ordnungsgemäße Materialvorbereitung und die Überwachung der technologischen Parameter. Der Schweißer muss die Schweißart, die Materialstärke, den Elektrodentyp und die Anforderungen an die Verbindungssfestigkeit berücksichtigen.
In der Praxis umfasst der Prozess:
- die Oberflächenvorbereitung,
- das Einstellen der Schweißgeräteparameter,
- die Überwachung des Schweißlichtbogens,
- die Führung des Schweißbrenners,
- die Beurteilung der Schweißbadqualität,
- die abschließende Qualitätsprüfung.
Beim WIG- und MIG-Schweißen sind die Stabilität des Lichtbogens und ein ausreichender Schutzgasdurchfluss von entscheidender Bedeutung. Falsch gewählte Parameter können zu Schweißfehlern oder einer Minderung der Verbindungsqualität führen.
WIG- und MIG/MAG-Schweißen in der modernen Industrie
Die moderne Schweißtechnik spielt eine Schlüsselrolle bei der Herstellung von Komponenten für die Energietechnik, die chemische Industrie, den Bergbau und die Automobilindustrie. Dank der Bearbeitbarkeit einer breiten Palette von Werkstoffen kann der Prozess sowohl Edelstahl als auch Aluminium und Metalllegierungen umfassen, die spezielle Schweißparameter erfordern.
Das WIG-Schweißen ermöglicht sehr ästhetische und präzise Schweißnähte, hat jedoch als Nachteil eine geringere Effizienz im Vergleich zu MIG/MAG-Prozessen. Das MIG-Schweißen wiederum bietet eine hohe Produktivität und die Möglichkeit, große Serien von Komponenten bei gleichbleibender Qualität zu fertigen.
In der Praxis hängt die richtige Auswahl der Technologie von der Werkstoffart, den Projektanforderungen und der erwarteten Prozesseffizienz ab. Daher sollten sowohl die technischen Parameter als auch die Erfahrung des Teams, das den Schweißprozess durchführt, berücksichtigt werden.